Mütter im Beruf

Karrierefrauen – was macht sie eigentlich aus?

8. September 2020
Laptop, Tasche, Kaffeebecher und Kinderwagen

Habe heute den Podcast von Katja Schuh „Female Leader Stories“ mit Magdalena Sattelberger angehört.

Die Person

Magdalena Sattelberger ist Geschäftsführerin der Consulting Firma „solve consulting“ im Gesundheitsbereich und Chefin von 15 Mitarbeitern.

Sie hat einen Mann und zwei (sehr kleine) Kinder – hört, hört.

Frau Sattelberger erzählt in dem Interview von ihrem sehr umtriebigen, herausfordernden Leben. Sie hat in ihrem Bereich so quasi jede Aus-und Fortbildung gemacht, die man sich vorstellen kann.

Von diversen Zertifizierungen über Projekt Management bis hin zur Moderation, wobei man sich fragen möchte, wie eine noch nicht Vierzigjährige das alles in ihre wenigen Jahre an Leben packt.

Aber gut, diese HighflyerInnen (haha, witziges Wort), die gibt es wirklich.

female leader stories podcast von Katja Schuh mit Magdalena SattelbergerUnd dann ist sie auch Mutter.

Ich habe im Podcast gehört, dass sie direkt nach ihrem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen ist.

Für mich wäre das nicht infrage gekommen – habe ich aber auch erst nach der Geburt meines Sohnes festgestellt.

Ursprünglich wollte ich auch, sehr karriereorientiert, bald wieder zurück und wieder so viele Stunden wie möglich arbeiten. Außerdem war ich vom Kinderbetreuungsangebot in Wien überzeugt und begeistert.

Doch als mein Sohn dann auf der Welt war, konnte ich es mir absolut nicht mehr vorstellen, ihn nach acht Wochen irgendwohin zu geben.

Nach einem Jahr allerdings war ich persönlich recht froh wieder arbeiten zu gehen, denn mir hatte die intellektuelle Herausforderung enorm gefehlt.

Soweit so gut.

Was alles möglich ist

Als ich aber eben das Interview mit Frau Sattelberger angehört habe, habe ich mir gedacht, wow, die Frau hat ihre Berufung gefunden. Sie macht einfach das, was sie am besten kann, was sie ausfüllt und glücklich macht – für sich selbst.

Dann hat sie aber ja noch diese beiden Kinder. Was ist mit denen?

Siehe da, Frau Sattelberger hat einen Mann.

Und jetzt kommts: sie teilen sich alles auf. Wenn sie nicht da ist, ist ihr Mann für die Kinder da. Wenn der Mann arbeitet, dann ist sie bei den Kindern.

Macht doch irgendwie Sinn, oder, dass beide ihren Träumen vom Beruf nachgehen und nebenher die Kinder gemeinsam betreuen – inklusive Kinderbetreuungsstätten natürlich. Aber da landen früher oder später ohnehin alle unsere Sprösslinge.

Also stelle ich fest, der große Unterschied hier ist eigentlich “nur” der, dass dieses Paar einen Weg gefunden hat, alles miteinander zu vereinbaren. Kinder und (geliebte) Karriere für beide.

Was dafür nötig ist?

Die uneingeschränkte Unterstützung bzw. Beteiligung am Kinderhaben des Mannes!

Der sich wirklich alles mit der Frau (und Mutter) teilt und ihr den Freiraum schafft, dass sie ihrer Berufung nachgehen kann.

Ist ihr Job hart? Fordert er alles und überfordert sie?

(Nette Wortschöpfung “Herausforderungszone” als Gegenstück zur Komfortone…)

Ja, na sicher!

Muss sie das alles tun?

Nein, sicher nicht!

Aber, es ist ihr gutes Recht, das zu wollen und zu machen. Genau gleichberechtigt wie ihr Mann.

Katja Schuh macht die Female Leader StoriesJeder wie er mag

Dass sie so früh und direkt nach dem Mutterschutz wieder arbeiten ging, wäre wie gesagt für mich nichts gewesen, aber ihr ist es dabei gut gegangen, soweit ich das verstanden habe.

Und das ist doch wunderbar.

Sie hat eine tolle Karriere, einen Mann, der viel Zeit mit seinen Kindern verbringt, der eine Karriere hat – und siehe da, sie hat auch eine Karriere. Und was für eine!

Ich will nicht behaupten, dass alle Frauen einen solchen Weg gehen sollen oder auch (sorry to say) so begabt sind, dass sie all das schaffen können. Aber ich glaube trotzdem, dass ihren Kindern nichts fehlt, denn sie haben eine tolle Mutter, ein Vorbild, eine Unternehmerin, die allen Herausforderungen trotzt.

Und sie haben einen Vater, der da ist, der sich kümmert, der auch ein Vorbild ist.

Ich finde diese Folge des Podcast von Katja einfach wundervoll – es war ihre erste Folge, die ich mir da angehört habe. Auch die übrigen Frauen, die sie da einlädt und eingeladen hat, sind tolle Powerfrauen. Ein Reinhören lohnt sich wirklich!

Female Leadership Stories by Katja Schuh

In diesen Interviews sehen wir Möglichkeiten, wie Frauen ihre Karriere und ihre Mutterschaft leben können und für sich damit total zufrieden und glücklich sind. Es sind natürlich nicht nur Mütter in diesen Interviews, weil das nicht der Fokus dieser Serie ist. Aber es sind einige darunter, und auch diese Frauen haben Beeindruckendes geschafft.

Ist das “tolle Karriere-Machen” jedermanns Sache, nein. Es ist aber, wie schon oben gesagt, auch nicht jedermann fähig, sowas zu schaffen.

Hier beginnt allerdings der Prozess des Akzeptierens, des Respektierens und vielleicht sogar Bewunderns. Dass Frauen ihre eigenen Entscheidungen treffen, wie sie mit Kindern und Karriere umgehen wollen.

Was es braucht ist mehr Verständnis und Akzeptanz von (meiner “geliebten”) Gesellschaft und eben auch Männer, die ganz selbstverständlich dieses Modell mitleben.

Ich mit Katja SchuhIch finde das toll.

Was meint Ihr dazu? Freue mich wie immer auf Eure Kommentare.

Auf ein baldiges Wiederlesen,

Eure Sigrid

 

Bildquellen:

Titelbild: miriamblitzt – Miriam Mehlman Fotografie

Katja Schuh von katjaschuh.com

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