Persönliche Entwicklung

Unverhofft kommt oft

30. September 2020
nachdenklich lächelnd stehe ich im wald

Kennt Ihr das?

Dinge passieren Euch genau in dem Moment, in dem Ihr es gerade braucht? Oder Ihr beschäftigt Euch mit etwas, und dann seht Ihr auf einmal (in der selektiven Wahrnehmung) nur noch zu dem Thema passende Sachen?

ich laufe schwungvoll über einen waldwegMir geht es im Moment so. 

Ich habe begonnen mit mehr für Frauen einzusetzen. Für ihre Rechte bei der Bezahlung und für die Behandlung beim Wiedereinstieg nach der Karenz. Oder auch zu zeigen, welche tollen Ideen Mütter für neue Unternehmungen haben. 

Dazu aber möchte ich mich nebenbei noch zur Personalentwicklerin weiterbilden. Ich möchte in einer Firma zum Wohlgefühl der Mitarbeiter beitragen. 

Und was jetzt super schwulstig klingt, ist in Wahrheit die Quintessenz, warum wir in einer Firma oder bei einem Arbeitgeber bleiben. Dass wir uns wohl fühlen. Dass wir glauben, sinnvolle Arbeit zu leisten.

Dass wir von Nutzen sein wollen mit den vielen Stunden, die wir tagtäglich am Arbeitsplatz verbringen. 

Mein Plan

Ich suche also nach der Möglichkeit in einem Unternehmen ein System zu finden, dass die Mitarbeiter genau das fühlen.

Dass sie gesehen und ernst genommen werden. Dass man sie richtig fördert und fordert. Und sie dann zu loyalen Unternehmensmarkenbotschaftern macht. Das würde ich sehr gerne als Beruf machen.

Dann passiert mir das: 

Ich mache also bei einer Umfrage mit zu Leadership und Training oder so etwas und checke nicht, dass es da auch ein Gewinnspiel gibt.

Ich gewinne aber bei dem Gewinnspiel!

Und zwar einen Workshop für ein “Inclusive Leadership Training” bei “More than one Perspective”.

ich sitze lächelnd auf einer parkbank

Glaubt man das? Gibt es Zufälle?

Letztens wollte ich ja unbedingt bei der Ontime Konferenz zu “Mensch.Macht.Rollenbild” teilnehmen und habe das Ticket auch gewonnen.

Das kann doch alles kein Zufall mehr sein, denk ich mir manchmal.

Gerade in dem Moment, wo ich mich mit allen möglichen Dingen in diesem Zusammenhang so intensiv auseinandersetze, rennen mir diese Zufälle förmlich die Türe ein.

Zufälle?

Da treffe ich Martina Ernst, die ein Unternehmen “Salary Negotiations” gegründet hat. Dabei hilft sie Frauen ihre faire Entlohnung zu verhandeln. Und mit eben dieser Martina spreche ich nun so viel. Sie stellt mir die kritischen Fragen, die ich manchmal nicht hören will und inspiriert mich, mehr zu wagen, als ich es mir zugetraut habe. Dafür habe ich die Freude sie auch mit meinen Kenntnissen ein wenig zu beraten und im Austausch quatschen wir uns dann die Nächte um die Ohren.

Wie schön ist das denn bitte?

Oder dass ich mit meiner (mittlerweile lieben Freundin) Ruth Gabler-Schachermayr von “CareerMum” im Spitalszimmer lag, als wir unsere Babys bekommen haben, das muss doch irgendwie Vorsehung sein, oder?

Sie ist ja eigentlich “schuld” daran, dass ich heute hier sitze und an meinem Blog schreibe. Sie hat mich überredet meine Geschichten und Gedanken in einen Blog zu packen und nicht in ein (vermutlich erfolgloses) Buch 😉

Das war noch vor einem Jahr für mich völlig undenkbar!

Dass ich mich mit Social Media beschäftige. Dass ich meine privaten Gedanken an die Öffentlichkeit trage. Oder irgendjemanden über Facebook wissen lasse, wo ich gerade mein Steak verzehre. Unvorstellbar. 

ich sitze im business anzug auf der wieseSo ist das heute…

Doch heute sitze ich wirklich hier. Ich bestelle mir gerade ein Mikrophon und eine Kamera, weil ich meine Interview Qualität verbessern will. Ich habe mir vorgenommen noch einige Videos mit ganz tollen Frauen zu machen. Und die der Öffentlichkeit zu zeigen.

Ich bin mutig und unternehmungslustig. Ich will etwas verändern. Und (junge) Frauen mit meiner Begeisterung mitreißen. Ich will ihnen viele Dinge aufzeigen.

Zum Beispiel, dass man sich mit 25 vielleicht was vornimmt, dass man es mit 40 aber nicht mehr mögen muss. 

Aber auch, dass die Karriere mit  dem Kinderkriegen nicht vorbei sein muss. Dass es ganz, ganz viele Möglichkeiten gibt, was man machen kann. Wenn man offen und flexibel bleibt. Dafür muss man nicht ins Ausland ziehen und internationale Jobs machen. Man muss nur wollen und sich ein wenig einbringen und begeistern können.

Dann kommt der Rest ganz von allein. 

Mittlerweile kann ich ja aus ein bissl Lebenserfahrung sprechen, wenn ich sage: Unverhofft kommt oft. 

Oder: lass mal das planen 🙂

Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. 

In diesem Sinne, meine Lieben, bleibt offen, bleibt neugierig. Lasst das Leben zu Euch kommen und Euch die Dinge schicken, die Ihr im Moment gerade braucht. Und versucht diese Dinge zu sehen und wahrzunehmen. Nehmt sie mit und macht was draus. 

Es ist so so so cool!

Bis bald auf ein Wiederlesen,

Eure  Sigrid

Bildquelle: miriamblitzt – Miriam Mehlman Fotografie

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