Persönliche Entwicklung

Der Elevator Pitch – mit Lego Serious Play®

18. Oktober 2020
Lego Konstruktion auf Laptop stehend

Ich wurde von Sabine Reitmayer-Wawer – Business Coaching, Sparring, Facilitation zu einem Testlauf für ein Online Coaching zum Thema “Selbst Pitch / Elevator Pitch” eingeladen.

Haha, dachte ich mir, hatte ich doch kürzlich so absolut unerfreuliche Erfahrungen mit dem Thema gemacht (siehe meinen Post: Selbst Pitching (nicht) leicht gemacht)

Lego und Duplo Steine sind über den Tisch verteiltDer Versuch

Also, gesagt, getan.

Natürlich habe ich teilgenommen. Gemeinsam mit zwei weiteren Mitstreiterinnen wagte ich mich an das Thema wie man mit ein paar Lego Steinchen zu seinem perfekten Selbst Pitch kommt.

Klingt komisch, war es auch!

Nicht nur, dass ich völlig Unkreative “intuitiv” Lego Steinchen bauen musste – komme ich doch gerade erst sehr langsam in der Welt der Duplo Steine an. Nein, ich musste mich auch noch mit mir und meinem sehr ungeliebten Thema des Selbstverkaufens auseinander setzen.

Wirklich, schrecklich! Aber muss halt auch mal sein 😉

Das Prinzip

An sich ist die Idee wohl grenzgenial.

Man soll anhand der Legosteinchen sein Hirn mit seinen Händen und seiner Kreativität verbinden. Also auch verborgene, tief in einem schlummernde Ideen und Potentiale freimachen. Durch das “Spielen” mit den Steinchen geht die Konzentration vom reinen Kopfdenken in die Hände, dann direkt in die Intuition, in deinen Bauch. Oder so ähnlich.

So ähnlich habe ich erstmal das Konzept mitgenommen.

Es funktioniert für Teams wie auch für Einzelpersonen hervorragend, fördert Kreativität und Teamgeist zutage und verbildlicht die Lösung zur Problemstellung.

Soweit so praktisch. 

Der Selbstversuch

Wir starteten also mit einem Test zum Basteln, ein Gebilde nachzubauen und dies dann rein intuitiv nach einer gewissen Fragestellung aus-und aufzubauen. Danach gings zur Erklärung, was es für uns bedeutet. Die übrigen Teilnehmer dürfen zum Gebilde fragen, aber nicht werten und interpretieren. 

Sehr schwierig, wenn das mit Frauen gemacht wird. Hoffe, ich darf das sagen – nix für ungut 😉

Danach gings um den Elevator Pitch.

Stelle dir vor, du stehst mit der wichtigen Person, die du beeindrucken, der du etwas verkaufen oder von deinem Projekt überzeugen willst, in einem Lift gegenüber. Du hast ca. 30 Sekunden, um 

  • Aufmerksamkeit zu erregen
  • Interesse zu wecken
  • Begehren zu wecken
  • eine Aktion hervorzurufen

Die Marketing Freaks unter uns erkennen hier das sehr bekannte AIDA Modell *ggg*

Dann also gings ans Bauen. Und Schritt für Schritt bauten wir uns aus Lego Figuren und Figürchen unseren Pitch zusammen. Sehr merkwürdig, wenn ich das so sagen darf, wenn man da vor seinen Steinchen sitzt und damit was ausdrücken soll.

Irgendwie, und das ist das Wunder mit solchen Dingen, kommt aber genauso immer etwas Spannendes heraus. Natürlich oft nicht das, was man sich in seinem perfektionistischen Hirn so vorstellt, aber immerhin etwas, das eine Aussage für einen selbst hat.

Das Ergebnis

Was kam schließlich bei mir heraus?

Lego Konstruktion auf Laptop stehendIch habe mir als Ziel eine Person konstruiert, die erfolgreich im Business steht, Einfluss hat und für “mein Thema”, die berufstätigen Mütter, kämpft und einsteht.

Dann habe ich versucht mit einem lässigen Spruch (natürlich in Legoform) die Aufmerksamkeit dieser Person zu erregen: “Auch zwei Kinder, einen Job und einen Haushalt? Eigentlich nix zu tun, oder?” 

Was für ein Spruch (o Gott….)! Das werde ich mich genau niemals trauen zu sagen.

Nächster Schritt Interesse wecken. 

“Ich schreibe einen Blog mit lustig satirischen Geschichten zum Familienalltag, aber schlage auch die Brücke zum schwierigen Thema der Vereinbarkeit Familie und Beruf. Dafür setze ich mich stark ein.”

Naja… Da gibts bestimmt bessere Zusammenfassungen.

Begehren wecken. Äh, wie? Äh was?

Ok, na diese ominöse, tolle (vermutlich) Frau kann ja mit mir gemeinsam mit wehenden Fahnen das Thema bearbeiten und sich noch stärker dafür einsetzen. Quasi, gemeinsam sind wir stärker.

Lego Konstruktion auf Laptop stehendGeht irgendwie…

Und zum Schluss sollte ich sie zu irgendwas überzeugen.

Da machte ich es mir leicht. Ein Visitenkarterl von ihr zu bekommen, wäre doch schön. Damit wir Kontakt aufnehmen und schauen können, ob wir mal gemeinsam ein Projekt oder ein Video oder Ähnliches machen.

Na das wär doch was…

Der Abschluss

Zum Schluss sollte man dann noch eine 30 sekündige Zusammenfassung der oben genannten Punkte, also quasi den fertigen “Elevator Pitch” sprechen.

Total Fail meinerseits kann ich nur sagen. Brrrr, schrecklich. 

In dem Moment, als ich sozusagen meinen Pitch aufsagen sollte, klang das so richtig hohl und nichtssagend. Das ist tatsächlich noch ausbaufähig.

Aber im Großen und Ganzen funktioniert das Lego Serious Play so, dass man in den jeweiligen Schritten Konstrukte baut und am Schluss für die letzte Aussage, die wichtigsten Legoteile der Vorrunden zusammensetzt.  Und schwups, kommt die Hilfestellung heraus, die ich letztens mal so dringend gebraucht hätte. Man sollte innerhalb kürzester Zeit in der Lage sein, sein Anliegen vorzutragen, dabei interessant sein und die “Zielperson” überzeugen mit einem gemeinsame Sache zu machen.

Fazit

Lego Konstruktion auf Laptop stehendIch persönlich fand das eine wirklich kreative und innovative Art ein Coaching abzuhalten. Online mit Sicherheit etwas verkompliziert, aber auch total spannend. 

Man lernt aus dem Bauch heraus, ohne zu denken, einfach irgendwas zu basteln. Und siehe da, es kommt tatsächlich etwas mit Aussage heraus. 

Erstaunlich für mich war auch die Erkenntnis, wie wenig konkret ich viele Dinge aussprechen konnte. Obwohl ich immer glaube, es ist total klar für mich. Das war besonders schräg, wenn ich ehrlich bin.

Ansonsten kann ich mir vorstellen, dass diese Methode perfekt für Teams mit komplexen Fragestellungen/Problemen geeignet ist, da sie Teamgeist, Kreativität und vor allem das Loslassen fördert.

Tolles Konzept, das ich erst mal auf mich wirken und “sacken” lassen muss. 

Dann werde ich mich aufmachen und meinen Pitch noch mal schwerstens überdenken. Was ich bis jetzt hatte, war wirklich nicht ausreichend. Und diese Erkenntnis hat mir auch sehr geholfen.

Ich kann aber sagen, dass die liebe Sabine Reitmayer-Wawer in der herausfordernden Rolle als Online Coach eine großartige Leistung erbracht hat. Nämlich auf die Entfernung und über Screen Menschen in einer absoluten Kreativ-und schwierigen Denkarbeit zu coachen. 

Spannende Sache auf jeden Fall und würde es jedem empfehlen mal auszuprobieren 🙂

Wie findet Ihr die Idee?

Würdet Ihr da auch mitmachen?

Freue mich wie immer über Eure Kommentare.

Bis bald auf ein Wiederlesen,

Eure Sigrid

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