Mütter im Beruf

New Recruiting in Zeiten von New Work?

18. Mai 2021
New Recruiting new Work

Das neue Arbeiten

Wie sieht das „neue“ Personalwesen eigentlich aus?

Wir alle sprechen über New Work, New Leadership, etc. – alles hübsch und NEW.

Aber hat sich das auch schon zu den Recruitern und Personalentwicklern herumgesprochen, die nach all diesen wunderbaren und kreativen Theorien auch ihre Arbeits-und Vorgehensweisen ändern würden?

Ich träume von der Welt, wo Jobsharing und flexible Teilzeitmodelle gang und gäbe sind. Aber wie weit sind wir tatsächlich davon entfernt? Das frage ich mich dieser Tage recht häufig.

Dürfen sich die ArbeitnehmerInnen überhaupt verändern?

Man liest doch überall von den bestens qualifizierten Arbeitswilligen, die sich verändern möchten. Frauen, oftmals Mütter, die in Teilzeit arbeiten möchten, langjährige Berufserfahrung haben und für die Recruiter absolut uninteressant sind.

Ich bin nun selbst keine Recruiterin, ich arbeite nicht in einer HR Abteilung, aber ich frage mich schon, ob nicht erfahrene, motivierte Arbeitskräfte, die unter Umständen ein paar Stunden weniger die Woche als die übrigen ArbeitnehmerInnen im Office hocken, doch irgendwie attraktiv für ein Unternehmen sein könnten?

Was hält die Unternehmen außerdem ab, mal was Neues zu versuchen? Was könnte das Problem sein, wenn man einer Bewerberin, die nicht dem Schema F des Bewerbers entspricht, einfach mal eine Chance gibt und vielleicht sogar einmal jemand Branchefremden zu einem Interview einlädt?

Wie ist das wirklich mit dem Lebenslauf Screening, wo jeder ausscheidet, der nicht vollinhaltlich der Job Description entspricht? Bin nur ich das, oder finden es auch andere Leute noch spannend und interessant mit Quereinsteigern zu arbeiten?

Was wäre wenn…

Ich denke, ein SAP System, ein Excel File oder sonstige Prozesse kann man fast immer „on the job“ lernen. Aber trotzdem ist jemand, der Berufserfahrung aus ganz anderen Bereichen mitbringt, möglicherweise eine positive Überraschung für ein sonst homogenes Team.  

Wir können ja alle begeistert von New Work und Co fantasieren, solange es so wenige Unternehmen (und HR MitarbeiterInnen?) gibt, die tatsächlich mal out of the box denken und die vielbesungenen „neuen Wege“ auch wirklich beschreiten.

Ich bin ja sehr gespannt, wie lange es dauern wird, bis der Arbeitsmarkt sich ganz ehrlich in die Richtung umstellt, wie wir es alle herbeisehnen würden. Und ob diese von fast jedem gewünschte Freiheit und Flexibilität beim Arbeiten irgendwann Realität wird.

Was sagt Ihr dazu?

Wolltet Ihr Euch nach der Karenz, in Teilzeit oder eben nach der Geburt Eurer Kinder beruflich verändern? Und habt Ihr es geschafft?

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

Eure Sigrid

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