Der Teilzeitkarriere Talk

26. November 2021
Sigrid Uray im Gespräch mit Friedrich Faukal

Heute ist Fritz Faukal bei mir zu Gast. Er ist Teilzeitpapa und kümmert sich ab der Mittagszeit um seine beiden kleinen Söhne, während seine Frau das Bau-Unternehmen ihrer Familie führt.

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Sein beruflicher Werdegang

Fritz  ist Projektleiter im Bereich Automotive bei einem großen Aluminiumwerk in St. Pölten, in Niederösterreich.

Er erzählt mir, wie sein doch sehr erfolgreicher Berufsweg bis zur Ankunft seiner Kinder war und wie sich die Situation verändert hat, als seine Frau die Firma ihrer Eltern übernehmen sollte.

Wir sprechen über die Ausverhandlung der Kinderbetreuung zwischen “Demokratie und Pragmatismus”.

Nichts ist Unmöglich???

Es scheint tatsächlich so,  dass es Branchen gibt, in denen Teilzeitarbeit (vor allem für Männer) schlichtweg unmöglich scheint/ist. 

Aber der Vollbluttechniker Fritz erzählt uns wie er das scheinbar Unmögliche in seiner Firma letztendlich doch möglich gemacht und seine Teilzeitvereinbarung durchgesetzt hat.

Es war eine sehr spannende Diskussion über die Rahmenbedingungen der Teilzeitarbeit für Männer im ländlichen Bereich, über die Akzeptanz in Unternehmen und der Gesellschaft und über Branchenunterschiede, wie man mit diesem Thema umgeht.

Fazit: Väter in Teilzeit sind nach wie vor eine Rarität. Männer sind gegenüber Männern in diesem Zusammenhang nämlich genauso ungnädig, wie Frauen und Mütter einander gegenüber oftmals eher verurteilend als unterstützend begegnen.

Sein Tipp für werdende Eltern

Klare Abgrenzung der Arbeitszeiten und Verantwortlichkeit NACH Dienstschluss

Sein Motto

“Durchhalten, alles geht vorüber!”

Seine Wünsche für die Zukunft

“Meinen Kindern möglichst viel Wissen und Geschicklichkeit (Sport und Handwerklich) fürs Leben mitgeben.”

Sigrids Gedanken zum Schluss

Ich denke, wir können und müssen alle noch etwas über Akzeptanz und Flexibilität lernen, denn die Welt verändert sich gerade sehr – und um gemeinsam stärker und glücklich aus der momentanen Situation herauszukommen, braucht es meiner Meinung nach einen echten “Mindset-Shift”. 

In vielen Bereichen, aber vor allem auch darin, wie wir mit Eltern und Kindern umgehen. Wie wir Arbeit als solches betrachten. Und wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen.

Ich habe mich sehr gefreut, dass Fritz so offen, ehrlich und transparent über seine Situation gesprochen hat. Ich denke, das kann ein Denkanstoß für viele Väter sein, Dinge tatsächlich auszuprobieren. Der Versuch lohnt sich.

Eure Sigrid

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